Bastian Baker: “Ich will die Welt entdecken”

Sänger Bastian Baker

Bastian Baker im Interview mit Prominent24.de

Er spielt auf großen Festivals, sein Debütalbum verkaufte sich über 100.000 Mal, er ist Juror bei “The Voice of Belgique” und wurde von Schweizer Jugendlichen auf Platz zwei der beliebtesten Schweizer gewählt. Doch hier in Deutschland können bislang die Wenigsten etwas mit dem Namen Bastian Baker anfangen. Am 24. Januar 2014 erscheint nun seine erste Single “Lucky” hierzulande, im Mai soll das Album “Tomorrow May Not Be Better” folgen.

Prominent24.de traf den 22-Jährigen in Berlin zum Interview. Dabei sprach Bastian Baker unter anderem über seine Anfänge als Musiker und was ihm an diesem Beruf am besten gefällt.

Prominent24.de: In deiner Heimat, der Schweiz, und einigen anderen Ländern bist du bereits ein großer Star. Wie ist es für dich, hier in Deutschland als Newcomer wieder ganz von vorne anzufangen?

Bastian Baker: Wir machen das von Anfang an so. Man fängt immer klein an. Wir haben in der Schweiz angefangen, dort zuerst nur im französischen Teil. Als wir dort bekannt waren, kam der deutschsprachige Teil der Schweiz, dann Frankreich, Belgien, jetzt Deutschland. Ich finde es super, dass ich in der Schweiz auf Festivals vor 35.000 Leuten spiele und etwa in New York in einer kleinen Bar. Es wäre langweilig, wenn ich überall nur der umjubelte Star wäre.

Prominent24.de: Also hält es dich auch auf dem Boden, überall wieder von vorne anzufangen?

Bastian Baker: Klar! Die Schweiz, Belgien und Frankreich sind bislang unser größter Markt, aber im Kongo zum Beispiel kennt man mich überhaupt nicht. Das muss man immer im Hinterkopf behalten. Wir befinden uns in einer ständigen Entwicklung. Aber ich könnte keine bessere Arbeit haben. Als Jugendlicher war es meine Horrorvorstellung, jeden Tag im Büro zu sitzen und immer aus dem gleichen Fenster zu schauen. Es gibt Leute, die das gerne machen, weil es für sie Sicherheit bedeutet. Aber für mich war immer klar, dass ich die Welt entdecken will. Das kann ich jetzt. Ich bin jeden Abend in einer neuen Stadt, treffe immer neue Leute, lerne neue Kulturen und Mentalitäten kennen. Es könnte für mich nicht besser sein.

Prominent24.de: Ist es bei deinem Beruf nicht schwierig, Freundschaften aufrecht zu erhalten, weil du ständig unterwegs bist?

Bastian Baker: Ich habe meine Wurzeln in der Schweiz, meine Familie steht mir sehr nah und wir hatten schon immer eine gute Beziehung. Ich habe dort Freunde, die ich schon seit sieben, acht Jahren kenne. Meine neuen Freunde sind natürlich Leute aus demselben Business. Sie erleben manchmal das Gleiche wie ich. Wann immer wir in derselben Stadt sind, treffen wir uns. Klar, man kann sich nicht jeden Tag sehen, aber das ist ok. Und es sind meistens andere Musiker, so dass jedes Treffen in einer Jam-Session endet (lacht).

Prominent24.de: In Deutschland kommt im Mai dein Debütalbum “Tomorrow May Not Be Better” auf den Markt. Du hast aber bereits ein zweites Album, “Too Old To Die Young” veröffentlicht. Warum startest du hier nicht gleich damit durch?

Bastian Baker: Ich habe die Platte mit 19 Jahren produziert, es wäre schade, den Leuten diesen Teil unserer Geschichte vorzuenthalten. Zuerst kommt die Single “Lucky” raus, im Mai das Album. Dann müssen wir die Reaktionen darauf abwarten.

Bastian Baker Lucky

Bastian Bakers erste Single trägt den Titel “Lucky”

Prominent24.de: Macht es dich nervöser, alleine vor ein paar Leuten in einem kleinen Club aufzutreten, oder mit deiner Band vor tausenden Menschen?

Bastian Baker: Ich bin niemand, der wirklich nervös ist. Bevor ich auf die Bühne gehe, sage ich mir immer “Hey man, in einer Stunde ist alles vorbei – just go for it and like it”. Das hilft mir, spontan zu sein und mit einem Lächeln auf die Bühne zu gehen. Mein Ziel ist es, dass nach dem Konzert alle mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen. Trotzdem – manchmal kann man seine Emotionen nicht kontrollieren. Dann versuche ich zu analysieren, warum ich Angst oder Stress habe und den Grund aus der Welt zu schaffen. Ich sage meinen Musikern immer, wenn es ein Konzert gibt, bei dem wir nicht nervös sein müssen, müssen wir das auch bei keinem anderen. Das ist unsere Band-Mentalität.

Prominent24.de: Du schreibst deine Songs selbst. Wann hast du damit angefangen?

Bastian Baker: Schon sehr jung. Zuerst auf Französisch, meiner Muttersprache. Mit zehn habe ich ein A Capella-Album aufgenommen mit Songs, die ich geschrieben habe. Ich wollte immer kreativ sein. In den Ferien habe ich Videoclips gedreht, Gedichte geschrieben oder gemalt. Mit 14 oder 15 habe ich angefangen, Texte auf Englisch zu schreiben. Ich wollte das sehr schnell lernen, denn die Musik, die ich angehört habe oder die Musik, die meine Eltern hörten, war auf Englisch – etwa Queen, Led Zeppelin, Radiohead oder Simon and Garfunkel.

Prominent24.de: Was denkst du heute, wenn du deine allerersten Songs anschaust? Kannst du dich an den Moment zurück erinnern, als sie entstanden sind?

Bastian Baker: Ja und es ist sehr lustig, weil es zu jedem Song eine Anekdote gibt. Zum Beispiel bei „Having Fun“. Ich war damals in der Schule und niemand wusste, dass ich Musik mache. Im Musikunterricht habe ich mit Mitschülern, die Djembe und Geige gespielt haben, gejammt und das hat total Spaß gemacht. Der Typ, der damals die Djembe spielte, ist noch heute mein Schlagzeuger und wenn wir den Song live spielen, erinnern wir uns immer daran zurück. Wir schauen uns an mit einem Blick, der sagt “Weißt du noch, damals?”

Prominent24.de: Du hast sehr lange Eishockey gespielt. Konntest du aus dieser Zeit etwas mitnehmen, das dir jetzt hilft?

Bastian Baker: Ich habe 13 Saisons gespielt. Mein Vater war Profi, deshalb war das so das Familiending. Es hat mir viel gebracht für die Musikindustrie, ich habe dadurch eine Kämpfermentalität entwickelt. Du weißt einfach, wenn du fällst, kannst du wieder aufstehen und das Spiel geht weiter. Ich denke, ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich nicht Eishockey gespielt hätte.

Mehr Infos zu Bastian Baker gibt es auf seiner Webseite: bastianbaker.com

Und hier noch eine kurze Videobotschaft von Bastian Baker:

Das Interview führte Elisabeth Singer für Prominent24.de.

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