Artikel mit Video-Inhalten Eurovision Song Contest: “Glorious” verliert mit nur 18 Punkten

Von J. Swan

am 19. Mai 2013 in der Kategorie: Events, Musik Stars

Der diesjährige Eurovision Song Contest in Malmö ist zu Ende und zurück bleibt die Enttäuschung, dass Deutschland mit “Cascada” einen der hinteren Plätze belegt. Nach dem sich Deutschland in den letzten drei Jahren immer einen Platz in den Top 10 sichern konnte, bekam Cascada um Frontfrau Natalie Horler mit ihre Dance-Nummer “Glorious” nur undankbare 18 Punkte, was Deutschland den traurigen 21. Platz sicherte. Dabei verlief die Performance glatt, Natalie Horler legte einen gewaltigen Auftritt hin und begeisterte das Publikum mit dieser schnellen Tanz-Nummer. Man wird das Gefühl nicht los, als ginge es beim Eurovision Song Contest viel mehr um Sympathie als um die Musik, denn was die Punktevergabe anging, bekamen die Nachbarstaaten von den jeweiligen Ländern meist die Höchstwertung. Zwar waren sich Experten schon im Vorfeld sicher, dass “Glorious” auf einen Sieg kaum Chancen hat, da die Nummer dem Vorjahressieger “Euphoria” einfach zu ähnlich ist, doch sah man Cascada im guten Mittelfeld platziert. Gestern Abend gab es drei Punkte aus Albanien, sechs aus Österreich, fünf auf Israel, drei Punkte aus Spanien und nur einen aus der Schweiz. Kommt die Musik aus Deutschland in Osteuropa einfach nicht gut an? Denn dort stammt der Großteil der teilnehmenden Ländern her. Oder hat Deutschland im europäischen Ausland derzeit einfach mit Imageproblemen zu kämpfen? Man darf spekulieren. 8,21 Millionen Zuschauer aus Deutschland verfolgten gestern die Live-Übertragung aus Malmö in der ARD

Mit deutlichem Vorsprung gewann dieses Jahr Dänemark den Eurovision Song Contest, mit seinem Act Emmelie de Forest und der wohl nicht als zu spektakulären Nummer “Only Teardrops”. Schon vor dem gestrigen Abend wurde der Song der jungen Dänin als absoluter Favorit in den Medien gehypt. “Only Teardrops”, ein klassischer Pop-Song mit melodischem Einsatz von Flöten, ist zwar nett anzuhören, doch das Potential, die internationalen Charts auf Anhieb zu stürmen, wie der Vorjahressieger “Euphoria” von Loreen, hat die Nummer wohl nicht. Trotzdem: “Only Teardrops” ist den Zuschauern im Gedächtnis geblieben, von 39 Ländern gab es insgesamt 281 Punkte für Dänemark.

Später, während der Live-Schaltung zur Hamburger Reeperbahn, wo die deutsche Aftershowparty des Eurovision Song Contests gefeiert wurde, äußerte sich auch Natalie Horler selber zu ihrer Niederlage: “Das war die geilste Woche meines Lebens. Schade, dass es so ausgegangen ist.” Warum “Glorious” nur so wenig Punkte bekam, darauf hat selbst die Interpretin keine Antwort, doch sie nimmt es gelassen: “Man kann es nicht erklären. Ich hoffe einfach, dass ich morgen trotzdem mit einem guten Gefühl aufwache.” Aber nicht nur Cascada wurde überraschend auf einen der hinteren Plätze katapultiert, auch Bonnie Tyler, ihres Zeichens eine der erfolgreichsten internationalen Künstlerinnen der 1980er-Jahre, die mit Songs wie “Holding Out For A Hero” und “Total Eclipse Of The Heart” für Welthits sorgte, konnte für das Vereinte Königreich nur 23 Punkte holen und steht so auf Platz 19, zwei Platzierungen vor Deutschland. Der nächste Eurovision Song Contest im kommenden Jahr wird in Kopenhagen stattfinden.

Die Platzierungen und Punkte des Eurovision Song Contests 2013 im Überblick:

1. Dänemark: Emmelie de Forest – Only Teardrops – 281
2. Aserbaidschan: Farid Mammadov – Hold Me – 234
3. Ukraine: Zlata Ognevich – Gravity – 214
4. Norwegen: Margaret Berger – I Feed You My Love – 191
5. Russland: Dina Garipova – What If – 174
6. Griechenland: Koza Mostra & Agathonas Iakovidis – Alcohol Is Free – 152
7. Italien: Marco Mengoni – L’Essenziale – 126
8. Malta: Gianluca Bezzina – Tomorrow – 120
9. Niederlande: Anouk – Birds – 114
10. Ungarn: ByeAlex – Kedvesem – 84
11. Moldau: Aliona – Moon A Million (O mie) – 71
12. Belgien: Roberto Bellarosa – Love Kills – 71
13. Rumänien: Cezar – It’s My Life – 65
14. Schweden: Robin Stjernberg – You – 62
15. Georgien: Sophie Gelovani & Nodi Tatishvili – Waterfall – 50
16. Weißrussland: Alena Lanskaya – Solayoh – 48
17. Island: Eyþór Ingi Gunnlaugsson – Ég á líf – 47
18. Armenien: Dorians – Lonely Planet – 41
19. Großbritannien: Bonnie Tyler – Believe In Me – 23
20. Estland: Birgit Õigemeel – Et uus saaks alguse – 19
21. Deutschland: Cascada – Glorious – 18
22. Litauen: Andrius Pojavis – Something – 17
23. Frankreich: Amandine Bourgeois – L’Enfer et Moi – 14
24. Finnland: Krista Siegfrids – Marry Me – 13
25. Spanien: El Sueño de Morfeo – Contigo hasta el final – 8
26. Irland: Ryan Dolan- Only Love Survives – 5

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